Lago Maggiore bei Nacht mit den Lichtern der Uferorte

Lago Maggiore – der Langensee zwischen Italien und der Schweiz

Der Lago Maggiore, auch Langensee genannt, ist einer der schönsten Seen Europas!

Ihr Urlaubsziel: Lago Maggiore / Langensee

Der Lago Maggiore, auf Deutsch auch Langensee genannt, liegt am Südrand der Alpen zwischen Italien und der Schweiz: Das Westufer gehört zum Piemont, das Ostufer zur Lombardei, und der nördliche Teil liegt im Schweizer Kanton Tessin. Er ist aufgrund seiner Schönheit und seiner abwechslungsreichen Naturlandschaft für Urlauber aus aller Welt besonders attraktiv. Seine Inseln, Gärten, Parks und Naturschutzgebiete faszinieren ebenso wie die typischen Belle-Époque-Orte rund um den See. Wir sind hier zu Hause: Das Lakeview liegt am Westufer bei Cannobio, nur wenige Kilometer von der Schweizer Grenze entfernt.

Lago Maggiore auf einen Blick

  • Lage: zwischen Piemont, Lombardei und dem Tessin (Schweiz)
  • Anteil: rund 80 % Italien, 20 % Schweiz
  • Fläche: ca. 212 km², nach dem Gardasee der zweitgrößte See Italiens
  • Länge und Breite: gut 64 km lang, bis zu 10 km breit
  • Tiefe: bis ca. 370 m, der Grund liegt unter dem Meeresspiegel
  • Seespiegel: rund 193 m über dem Meer
  • Zuflüsse: vor allem Ticino, Maggia, Toce und Tresa; Abfluss: Ticino bei Sesto Calende
  • Inseln: 11, darunter die Borromäischen Inseln und die Brissago-Inseln
  • Wasser: Süßwasser, im Hochsommer meist um 24 °C

Aktuelle Infos zum Lago Maggiore

Wassertemperatur20,5 °CModellwert für den See (Alplakes)Stand: 12.10.2026, 21:00
Seehöhe192,40 m Tendenz 24 h: gleichbleibend (+1 cm)provisorische DatenStand: 12.10.2026, 23:50
Quelle: Alplakes (Eawag), Daten bearbeitet · Quelle: BAFU, provisorische Daten

Entstehung und Geschichte des Lago Maggiore

Lago Maggiore Langensee
Lago Maggiore / Langensee

Der Lago Maggiore, auch Lake Maggiore oder Langensee, ist eines der schönsten Gewässer Italiens. Große Künstler aus dem In- und Ausland hat er inspiriert, und viele wählten sogar einen Ort am Lago Maggiore für ihre letzte Ruhestätte (so ist z. B. der berühmte Schriftsteller Erich Maria Remarque in Ronco sopra Ascona begraben, nur wenige Kilometer von Ascona entfernt). Er gehört zu den großen Seen am Südrand der Alpen, und seine Form verdankt er vor allem seiner Entstehung: Die Gletscher der Eiszeiten haben das Becken tief ausgeschürft, nach dem Rückzug des Eises füllte es sich mit Wasser. Der Langensee weist die sogenannte Kryptodepression auf, seine tiefsten Punkte liegen also unter dem Meeresspiegel: Bei einem Seespiegel von rund 193 Metern und einer Tiefe von etwa 370 Metern liegt der Grund knapp 180 Meter unter dem Meeresspiegel. Diese Ausprägung ist typisch für Seen eiszeitlichen Ursprungs. Sie sind meist schmal, langgestreckt und haben viele Klippen an ihren Ufern. Genau diese schroffe Struktur macht die Schönheit des Langensees aus, und seiner langen, schmalen Form verdankt er auch seinen deutschen Namen.
Der Lago Maggiore liegt zwischen der Lombardei, dem Piemont und der Schweiz und gehört zu den geschichtsträchtigsten Seen Italiens, mit einer Reihe von beeindruckenden Landschaften, zu denen auch die Inseln des Lago Maggiore gehören, die als kleine Kunstperlen gelten.

Lage, Größe und Tiefe des Lago Maggiore

Der Lago Maggiore ist ein See mit unendlich vielen Reizen, mit tiefblauem Wasser und einer alpinen Landschaft, deren Berge im Frühjahr oft noch schneebedeckt sind. All diese Eigenschaften machen ihn zu einem See, der sich von vielen anderen auf der Welt abhebt.
Der See entstand nach der letzten Eiszeit und gehört zu zwei Ländern, wobei rund 80 % auf Italien und 20 % auf die Schweiz entfallen. Nach dem Gardasee ist er der zweitgrößte See Italiens.

Er liegt an der Grenze zwischen Italien und der Schweiz, zwischen den Alpen und der Poebene. Der Lago Maggiore hat eine Fläche von 212 Quadratkilometern, eine Länge von 64,4 Kilometern und eine maximale Breite von 10 Kilometern; seine Tiefe beträgt am tiefsten Punkt ca. 370 Meter. Sein Wasser erhält er hauptsächlich vom Ticino, der aus der Südschweiz kommt und den See bei Sesto Calende wieder verlässt, dazu von der Maggia, der Toce und der Tresa.
Der See war der bevorzugte Wohnsitz lombardischer Adelsfamilien wie der Borromeo, die an seinen Ufern und auf seinen Inseln wunderschöne Paläste und große Villen errichtet haben. Die schönsten Orte rund um den See stellen wir Ihnen auf unserer Seite Städte am Lago Maggiore vor.

Klima am Lago Maggiore

Am Lago Maggiore herrscht ein mildes Klima: Die Alpen im Norden halten kalte Luft ab, und der große See speichert die Wärme. Deshalb wachsen hier Palmen, Kamelien und Zitrusbäume. Die schönste Zeit zum Baden und für Ausflüge ist von Juni bis September.
In Locarno liegen die durchschnittlichen Tageshöchstwerte im Juli bei rund 28 °C, im Januar bei etwa 7 °C (MeteoSchweiz, Mittel 1991–2020). Die Wassertemperatur des Lago Maggiore liegt im Hochsommer meist um 24 °C, in heißen Sommern auch bis zu 27 °C, und sinkt im Winter auf 5 bis 8 °C. Mit gut 2.200 Sonnenstunden im Jahr gehört die Gegend zu den sonnigsten der Schweiz, gleichzeitig fällt mit rund 1.850 mm im Jahr aber auch viel Regen, vor allem im Frühling und Herbst, meist als kräftige Schauer oder Gewitter. Der Winter ist dagegen die trockenste Jahreszeit, Schnee fällt am See selbst nur selten.
Typisch für den Lago Maggiore sind die regelmäßigen Winde: Am Morgen weht oft die Tramontana von Norden, am Nachmittag die Inverna von Süden. Ideale Voraussetzungen für Segler und Surfer. Aktuelle Werte finden Sie auf unseren Seiten zum Wetter in Cannobio und zur Wassertemperatur.

Botanische Gärten, Parks und Naturreservate

Naturliebhaber haben am Lago Maggiore die Möglichkeit, mehrere botanische Gärten, Parks und Schutzgebiete zu besuchen. Besonders erwähnenswert:
Villa Taranto, ein rund 16 Hektar großer botanischer Garten mit etwa 20.000 Pflanzen in Pallanza in der Gemeinde Verbania, am Westufer des Lago Maggiore gelegen. Er beherbergt Azaleen, Hartriegel (Cornus), die Riesenseerose Victoria amazonica, Dahlien, ein Herbarium sowie das Mausoleum seines Gründers Neil McEacharn.

Villa Taranto
Villa Taranto

Alpinia, ein 40.000 Quadratmeter großer Alpengarten oberhalb von Stresa, der 1934 von Igino Ambrosini und Giuseppe Rossi gegründet wurde; er beherbergt etwa 1.000 in den Alpen heimische Arten und einige andere aus Regionen wie China, Japan und dem Kaukasus, darunter Artemisia, Centaurea, Geranium, Campanula und Dianthus.
Der Nationalpark Val Grande umfasst unter anderem das Val Grande und das Val Pogallo, deren Bäche in den San Bernardino münden, der bei Verbania in den See fließt. Er gilt als das größte Wildnisgebiet Italiens und ist ein Ziel für erfahrene Wanderer.
Der Naturpark Valle del Ticino liegt südlich des Sees entlang des Ticino und gehört zu einem UNESCO-Biosphärenreservat. Er wurde 1974 als erster Regionalpark Italiens gegründet, liegt in der Lombardei und hat eine Fläche von rund 91.000 Hektar.
Die Natur, die dieser See mit seinen Parks und Naturschutzgebieten bietet, ist einmalig und lässt viele Gäste immer wieder an den Lago Maggiore zurückkehren.

Schlösser und Sakralbauten

Die vielen Kirchen und Klöster sind von hohem kulturellem Wert und bieten darüber hinaus meist ausgezeichnete Aussichtspunkte über die Landschaft und den Lago Maggiore.
Empfehlenswert ist ein Besuch des Sacro Monte di Ghiffa oberhalb von Ghiffa (zwischen Cannobio und Verbania), der zusammen mit den anderen Sacri Monti im Piemont und in der Lombardei zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Auch das Kloster Madonna del Sasso, ein kulturelles Zeugnis aus dem 15. Jahrhundert, ist einen Besuch wert. Es liegt oberhalb von Locarno und ist von der Stadtmitte aus mit einer beeindruckenden Standseilbahn erreichbar. Vom Kloster aus gelangt man auf einem Kreuzweg bergab wieder ins Zentrum von Locarno. Die Kirche San Martino in Ispra ist etwas ganz Besonderes: Eigentlich ist San Martino nicht eine, sondern gleich zwei Kirchen, denn der Komplex setzt sich aus zwei Kirchengebäuden zusammen, die in entgegengesetzter Richtung gebaut wurden und in zwei verschiedenen Jahrhunderten entstanden. Vom Lago Maggiore aus kann man nur den älteren, mit kostbaren Fresken verzierten Teil sehen.

Santa Caterina del Sasso
Santa Caterina del Sasso

In der Gemeinde Leggiuno am Ostufer des Lago Maggiore liegt das Kloster Santa Caterina del Sasso. Vom See aus betrachtet gewinnt man den Eindruck, Santa Caterina del Sasso wäre ein Teil der massiven Felswand, mit der das Kloster verwachsen ist. Die Besichtigung von Kirche und Klosteranlage ist ein lohnender Ausflug mit grandioser Aussicht. In der Stadt Arona befindet sich eine der größten Statuen der Welt, der Koloss von San Carlo Borromeo, der etwa 35 Meter hoch ist und den man nicht verpassen sollte.

Inseln im Lago Maggiore

Die 11 Inseln des Lago Maggiore ziehen wegen ihrer natürlichen Schönheit viele Besucher an. Vor allem die Borromäischen Inseln sind einen Besuch wert. Die Isola Bella ist ein wunderschöner Ort, der von einem prächtigen Barockpalast beherrscht wird. Von einem üppigen, terrassenförmig angelegten italienischen Garten flankiert, ist der Palast Hüter unschätzbarer Kunstwerke.
Die Isola Madre, im Zentrum des Borromäischen Golfs gelegen, ist die größte der Borromäischen Inseln. Man findet dort einen bezaubernden botanischen Garten, einen der ältesten Italiens, voller exotischer Blumen und seltener Pflanzen, die der Insel den Charme eines tropischen Landes verleihen.
Die Isola dei Pescatori ist ein malerisches Dorf, in dem auch heute noch einige Fischer leben. Daher auch der Name der Insel (Fischerinsel). Die Restaurants auf der Insel sind für ihre frischen Fischgerichte bekannt.
Das Isolino di San Giovanni gehört ebenfalls zum Archipel der Borromäischen Inseln. Im Gegensatz zu den anderen Inseln, die alle im Borromäischen Golf gegenüber von Stresa liegen, befindet sich San Giovanni nur wenige Meter vom Ufer von Verbania-Pallanza entfernt. Sie ist die unauffälligste der vier Inseln und in Privatbesitz der Familie Borromeo, weshalb sie nicht besucht werden kann und vielen Touristen unbekannt ist.
Ganz in unserer Nähe liegen außerdem die Brissago-Inseln mit ihrem botanischen Garten auf der Schweizer Seite und die kleinen Felsinseln der Castelli di Cannero zwischen Cannobio und Cannero.
Touristen sollten es nicht versäumen, mindestens eine der Borromäischen Inseln zu besuchen. Sie zählen zu den schönsten Orten Europas, ihre Gärten sind atemberaubend, und eine Besichtigung der Paläste, die der Adelsfamilie Borromeo als Wohnsitz dienten, rundet einen Urlaub am Lago Maggiore ab.

Am Westufer des Sees, in Cannobio kurz vor der Schweizer Grenze, liegt unser Lakeview. Hier wohnen Sie im Mobile Home am Lago Maggiore, in einer Ferienwohnung mit Seeblick oder auf einem Stellplatz für Camper und Zelt. Mit Seeblick von der eigenen Veranda wohnen Sie in unserem Mobilheim am Lago Maggiore.

Fragen und Antworten

Am Südrand der Alpen zwischen Italien und der Schweiz. Das Westufer gehört zum Piemont, das Ostufer zur Lombardei und der nördliche Teil mit Locarno und Ascona zum Schweizer Kanton Tessin.